Für die Stammgäste

17.08.2017

Unsere Hausgästewanderungen...

Wir schreiben jede Woche eine Tageswanderung mit unseren Hausgästen aus und im Wechsel werden diese von Floh (das ist mein Mann) und von mir (das bin ich) geführt.

In aller Regel finden unsere Wanderungen am Dienstag oder Mittwoch statt und die Wahl der Tour richten wir nach unseren Gästen und nach dem Wetter. Wenn Sie mit uns wandern möchten und einen Wunsch haben, wohin die Tour führen soll, dann richten wir uns auch gerne danach.

Bei allen Bergtouren gilt jedoch, dass diese keine blau-weiße Markierung haben dürfen, wir Niemanden ans Seil nehmen und sichern dürfen, die Wege nicht extrem absturzgefährdend sind und wir nicht über gefährliche Schneefelder laufen dürfen.

Wir wandern in aller Regel auf unseren Bergtouren mit weiß-rot-weißer Markierung. Hier müssen jedoch alle Teilnehmer zwingend knöchelhohe Bergschuhe anhaben (also ÜBER die Knöchel). Leider scheitern an dieser Forderung (die von unserer Versicherung gemacht wird) oft Gäste, die keine entsprechenden Schuhe dabei haben.

Ich führe auch gerne Touren bei nicht so tollem Wetter und in Talnähe. Hier genügen gute Wanderschuhe mit Profilsohle.

Unser Ziel für die Wanderungen ist, dass wir alle zusammen einen schönen Tag haben und wir und unsere Gäste (auch untereinander) sich besser kennenlernen.

Also - Berg Heil! Vielleicht sind Sie ja dabei! Grüße von Regine

17.08.2017

Wanderung zum Fellhorn

Schon wieder Mittwoch! Unglaublich, wie schnell eine Woche vergeht. Es ist also wieder mal mein freier Nachmittag gewesen. Wie meistens, mache ich das Wanderprogramm und meine Schwestern Karin und Martina laufen einfach mit.

Ich hatte mir ausgedacht, das schöne Wetter zu nutzen und zur Schlappold-Alpe zu laufen. Allerdings hatte ich nicht einkalkuliert, dass bei meiner Schwester eine Birne durchbrennt (genauer gesagt, in einem ihrer Gästezimmer die Badezimmer-Leuchtröhre) und dies gleich eine stundenlange Murxerei nach sich zieht.

So sind wir also erst um 14:30 Uhr mit der Kanzelwandbahn auf den Berg. 15 Minuten Bergfahrt - genug Zeit, um uns die ganze Misere zu erzählen und genug Zeit für uns, darüber ein paar Witze zu machen!

Wunderschön der Ausblick von der Bergstation, Jedes Mal muss ich auch noch kurz auf die Liegestuhlterrasse, die meistens "ausgebucht" ist und einen tollen Rundblick gewährt.

Nun eilte es aber und wir sind in flottem Tempo am Speicherteich vorbei auf den Blumenweg. An der Abzweigung bleibe ich immer noch einmal stehen, um den 2-Länder-Klettersteig zur Kanzelwand genau zu besichtigen. Gestern waren schon fast alle Kletterer auf den letzten Metern vor dem Gipfel - spektakulär, wie die Leute im Fels hängen. Es ist schon wieder lange her, dass ich mit Karin dort durch bin und wir beschlossen, das mal wieder zu machen. Dieser Klettersteig hat schon Schmackes! Letzte Woche mussten 2 Leute per Hubschrauber und Seilbergung aus dem Klettersteig gerettet werden. Der Mann war bei der Seilbrücke vom Fels abgerutscht, baumelte im Freien und hatte keine Kraft mehr, sich wieder an den Fels zu ziehen. Seine Frau konnte ihn auch nicht wieder ranziehen und so setzten sie einen Notruf ab. Zum Glück waren beide nur ein bisschen durch den Wind und unverletzt und wurden mit dem Heli ins Tal geflogen.

Meine Schwestern fanden es auch auf der Bierenwangalpe sehr einladend und wollten dort schon einkehren, aber ich drängelte weiter und da ich ja die Route aussuchte, hörte alles auf mein Kommando!

Bei der Bergstation der Fellnornbahn musste ich jedoch einsehen, dass wir die Schlappold-Alpe nicht mehr schaffen würden. Es war nun 15:45 Uhr - und wir bräuchten noch ca. 30 Minuten bis zur Alpe, 30 Minuten zurück und wollten ja noch eine ordentliche Brotzeit machen. Das ging sich also nicht mehr aus, denn die letzte Talfahrt der Fellhornbahn war um 16:45 Uhr.

Also fuhren wir mit der Fellhornbahn ins Tal und kehrten dann sofort bei der Raststätte Faistenoy ein. Das hat sich gelohnt, denn alles, was wir bestellten, war total lecker!

Der Vorteil einer späteren Wanderung ist ja, dass dann kaum noch Leute auf dem Weg sind. Später machten wir uns also wieder auf den Weg über Schwand zur Schiflugschanze und zum Freibergsee. Das hätte alles ja ziemlich gemütlich sein können, aber meine "Lampen-Schwester" hatte auch noch eine Verabredung zum Damen-Abend im Casino und deshalb eilte es schon wieder...

Schurstracks sind wir also am Freibergsee vorbei und über den Edmund-Probst-Weg gelangten wir zurück zur Talstation der Söllereckbahn. Dort kam zeitgleich mit uns unser "Taxi Thomas" an. Sehr praktisch, dass unser Jüngster auch einen Führerschein hat und so kamen wir um kurz nach 19:00 Uhr wieder zuhause an.

Das war wieder einmal eine ganz schöne Zeit gewesen und ich ging total müde schon ganz früh ins Bett.

Grüße von Regine

 

14.08.2017

Wanderung quer durch´s Tal...

Meine Gästewanderung führte letzte Woche auf der rechten Talseite bis Baad.

Die beiden Sonnentage am Montag und Dienstag habe ich unseren Gästen überlassen. Bei Schönwetter gibt es ja immer jede Menge Wanderpläne, aber bei Schlechtwetter beißt es aus!

Für den Mittwoch war morgens Regen, tagsüber gutes Wetter und abends wieder Regen angesagt. Deswegen hatte ich die Tour genau so geplant - zuerst am Schwarzwasserbach und dann mit Aussicht auf dem Höhenweg...

Gestartet sind wir mit der Linie 2 und fuhren bis zum Hotel Erlebach. Danach bogen wir links ab in die Obere Eggstraße und kurz darauf rechts in den Kesselschwandweg. Auf breitem Weg ging es nun gemütlich nach unten zum Kneipp-Becken, bis wir wieder links zur Naturbrücke abbogen. Ein herrliches Fleckchen Erde! Schon der kleine Weg dorthin über Wurzeln und Waldboden, kleine Lichtungen und urige Vegetation hat eine tolle Antmosphäre. Über eine Leiter kletterten wir nach unten und standen kurz darauf auf er Naturbrücke. Früher verlief der Bach hier unterirdisch und hat sich im Lauf vieler Tausend Jahre durch den Fels gegraben. Oft findet hier auch das Kinderprogramm mit Canoying der Bergschule statt. Gleich daneben ist die Flying-Fox-Anlage und ein Zelt für gemeinsames Grillen...

Nachdem wir alles ausführlich besichtigt hatten, liefen wir weiter über eine flache Wiese, vorbei am Fußballplatz und durch einen herrlichen Sommerwald hinauf zum Wasserfall. Ich mag den Schwarzwasserbach. Alle paar Meter ist er wieder anders - mal schmal und reissend, dann wieder breit und gemütlich, flach und dann wieder steil angelegt für herrliche Wasserfälle...

Staundend beobachteten wir noch 2 junge Männer, die sich im Neopren-Anzug durch die Wassermassen kämpften. Das sah schon haarsträubend aus, zumal es an der Ausrüstung haperte und die beiden Jungs keine Helme aufhatten.

An der Kreuzung kurz danach bogen wir über die kleine Brücke nach links ab und liefen über den Brennbodenweg nach "Windegge" mit herrlicher Aussicht auf Riezlern und auf Hirschegg. Nachdem der Wetterbericht ja für den Mittag gutes Wetter vorhergesagt hatte, dachte ich auch, dass wir nun herrlich das wunderschöne Panorama der Bergkulisse sehen können. Das war aber nicht so, denn die Berge waren in Wolken verhüllt. So genügte uns der Anblick unserer Ortschaften und wir wanderten nun weiter über einen kurzen Anstieg auf den Rohrweg. Danach wurde es wieder flach und wir hatten genug Luft, um uns zu unterhalten.

Nach dem Speicherteich erwartete uns der nächste Anstieg, Nun zog sich das Feld auseinander, aber schon bald wurden unsere Schnellsten eingebremst - eine Kuhherde machte es sich genau auf unserem Wanderweg gemütlich.

Dann hatten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht: vor uns lag die Sonna-Alp. Ich hatte in meiner Ausschreibung die Einkehr in einer der Hütten: Sonna-Alp, Max-Hütte, Bühl-Alpe oder Stutzalpe ankündigt, und da noch Niemand unserer Gäste in der Max-Hütte war, beschlossen wir, diese zu besuchen.

Die Maxhütte liegt wunderschön, direkt an der Schiabfahrt der Walmendingerhornbahn und bietet wie alle Hütten leckere Brotzeiten, Suppen und selbst gebackenen Kuchen an. Wir saßen in der Hütte und als wir wieder loswanderten, kam sogar die Sonne heraus.

Ach ja - ich kam nicht mehr mit allen Gästen zuhause an... Wir hatten 2 Frauen mit Knie- und Achillessehnen-Problemen dabei und sie entschieden sich für die Rückkehr zur Zaferna-Bahn und dann die Talfahrt.

Die restlichen Gäste machten sich mit mir auf den Abstieg durch den Haspelwald. Dieser Weg ist fast unbekannt, aber durch den Wald total schön. Danach kamen wir auf den Baader Höhenweg und sind diesen noch bis Baad durchgelaufen.

Irgendwie waren wir nun so im Schuß, dass wir eigentlich noch gut zurück nach Riezlern hätten laufen können, aber ich hatte ja am Mittwoch Abend frei und somit noch eine weitere Wanderung mit meinen Schwestern vor mir.

Der Bus brachte uns nach Riezlern zurück und nach einem Ziel-Schnaps und der Besprechung, dass wir nächstes Jahr eine größere Wanderung machen, gingen wir zufrieden unter die Dusche.

Vielen Dank meinen Mitwanderern für einen schönen Tag!

Regine

 

02.08.2017

... auf die Hammerspitze (2170m)...

über die Hammerspitze zur Wannenalpe, weiter zur Kuhgehrenalpe und hinunter zur Wiesalpe.....

Hallo liebe Gäste,

 

gestern war ich wieder an der Reihe und so plante ich die Tour zur Hammerspitze. Schnell meldeten sich Andrea, Marita, Lothar, Joachim und Dieter zur Wanderung an. Die Wetterprognose war gut bzw. es war sehr warm angesagt. Wir starteten um 09:30 Uhr und fuhren mit der Kanzelwandbahn nach oben. Im oberen Teil der Bahn merkten wir schon, dass wir starken Föhnsturm hatten. Schnell konnten wir dann allerdings feststellen, dass dieser Wind beim Laufen relativ angenehm war. So merkten wir die Hitze nicht so stark. Wie liefen zur Kuhgehrenscharte und ich stellte fest, dass die Gruppe aus sehr guten Wanderern bestand. Das Tempo war für eine Bergtour schnell genug. Nach der Kuhgehrenscharte gingen wir den steilen Anstieg hinauf zur Hammerspitze (2170m). Alle 5 Begleiter waren noch nie auf der Hammerspitze und so genossen wir trotz sehr starkem Wind die Aussicht. Von der Hammerspitze hat man einen guten Rundumblick in die Walser Berge. Wegen des starken Windes "durfte" ich noch eine Rettungsaktion starten. Die schöne, rote Schildkappe von Lothar wurde auf einmal ein kleines Stück vom Wind über den Abhang geblasen. Tapfer wie ich bin, habe ich sein Lieblingsstück noch retten können :-).

 

Nach ca. 20 Minuten Pause machten wir uns für den Abstieg zur Wannenalpe fertig. Wegen der Hitze tranken wir dort noch einmal einen Schluck und wanderten dann relativ flott zur Kuhgehrenalpe und weiter zur Wiesalpe. Wir hatten dann alle ordentlich Durst und so kehrten wir dort ein. Von der Wiesalpe ging es dann noch über das Höfle weiter zur Schwabenhütte und über den Zwerwald zurück ins Kasimir. Ich war wirklich beeindruckt, wie gut die Gruppe auf den Füßen war. "Zur Belohnung" lud ich dann alle auf ein Getränk auf unserer neuen Terrasse ein.

 

Andrea, Marita, Lothar, Joachim und Dieter Ihr werdet in die Kategorie "Berggams" nun offiziell aufgenommen. Es war ein schöner Tag mit Euch!

 

Herzliche Grüße

Floh

25.07.2017

Regenwanderung ins Gemsteltal

Ich mache mir immer total viele Gedanken, wohin unsere Hausgästewanderung jede Woche gehen soll.

Obwohl ich schon die Fiderepasshütte ins Auge gefasst hatte, beschloss ich Montag früh spontan, am Dienstag eine Regenwanderung zu machen. Also machte ich die Ausschreibung und schon stellte sich heraus, dass ich mehr wetterfeste Gäste habe, als ich mitnehmen konnte und nach 17 Teilnehmern machte ich einen Schlußstrich unter die Anmeldung!

Um 10:30 Uhr startete also ein munteres Trüppchen wetterfest verpackt, und wir fuhren mit dem Bus nach Hirschegg. Dort liefen wir über die Dürenbodenstraße nach unten. Ich blieb weiter hinten und führte gerade ein "sehr wichtiges Gespräch" mit Ralf und Bernd, als ich so nebenher die Elitetruppe bei der Abzweigung nach links winkte. Bums hatten wir uns schon verlaufen! Daß mein Orientierungssinn dem eines toten Esels entspricht, ist ja inzwischen weltweit bekannt...

Die meisten Mitwanderer sind schon "Walsertal-Profis" und hatten sich gleich gedacht, dass wir falsch sind, aber keiner hatte was gesagt! Nun war allerdings das Vertrauen in meine Führungsqualität von 100 auf 0 gesunken und bei jeder Abzweigung machten meine Leute gleich einen Kontrollblick zum Wegweiser...

Schon bald kamen wir an die Breitach. Sonst ein glasklarer Bach, war diese zu einer trüben, reissenden Flut angeschwollen. Das einzige Unglück, an das ich mich in 46 Jahren erinnern kann, war im August 2005, als es viele Vermurungen gab und  soviel Steine und Holz in die Breitach geschwemmt wurden, dass insgesamt 17 Brücken weggerissen wurden und die Breitachklamm - unser einziger Wasserweg nach Oberstdorf - komplett verwüstet wurde und dann monatelang gesperrt war.

Die Höflerbrücke bot uns ein trockenes Dach über dem Kopf und wir machten eine ganz kurze Pause. Ich hatte lauter super Leute dabei, somit waren wir flott unterwegs. Schon bald querten wir die Wildentalstraße und bogen sofort wieder rechts zum Bach ab. Über die linke Seite waren wir nun ins Gemsteltal unterwegs.

Ein herrliches Fleckchen Erde! 3 bewirtete Alpen, umrahmt von den höchsten Bergen des Kleinwalsertales. Leider war von dieser Pracht nicht so viel zu sehen, denn die Gipfel waren hinter den Wolken. Ein kurzes Wolkenloch... und wir konnten erkennen, dass es leicht an die Berggipfel geschneit hatte.

Ich versuchte, bei Mathias - dem Hüttenwirt der Hinteren Gemstelhütte - anzurufen und für unsere Mannschaft genügend Plätze zu reservieren, aber sie hatten so viel zu tun, dass er sein Telefon nicht gehört hatte. Es regnete zwar, aber die Temperatur war total gut und es war super zu laufen. Bis auf die letzten 5 Minuten zur Hütte - plötzlich blies der Wind wie verrückt und wir waren froh, als wir die Hütte erreichten. Wir mussten einen Moment warten, aber dann hatten wir alle Platz gefunden. Nun hatten wir eine Stärkung verdient! Gut gesättigt, erzählten wir uns noch ein paar Geschichten aus unserem Leben und - keine Ahnung, wie wir darauf kamen - sprach plötzlich einer von uns vom Sterben. Hui - was für ein interessantes Thema! Da konnten alle mitsprechen, denn jeder kannte jemanden, der schon auf mehr oder weniger üble Weise gestorben war!

Das war dann für mich das Zeichen zum Aufbruch - nicht, dass diese Sache noch abfärbte! Wir sammelten alle wieder zusammen, verabschiedeten uns vom Hüttenwirt Mathias und ab ging es wieder in den Regen. Nun war es noch ein kurzer Rückweg, vorbei an Bernhards Gemstelalpe, und dann erreichten wir bald die Bushaltestelle Gemse. Wir mussten noch ein paar Minuten auf den Bus warten, als Ralf irgendwann einfiel, die Leute auf der anderen Straßenseite könnten von uns ein Gruppenfoto machen. Der Mann übernahm das auch sofort, aber kaum hatte er die Fotos gemacht, kam schon deren Bus und ich rannte um den Bus herum, um meinen Foto wieder abzuholen. Ralf lachte und meinte, er würde jetzt mit meinem Foto abhauen, aber dieses alte Ding hätte er höchstens aus Mitleid mitgenommen! Nun kam auch schon unser Bus und brachte uns nach Hause. Fast alle waren der Überzeugung, alleine hätten sie sich nur schwer aufraffen können, bei DEM Wetter eine Wanderung zu machen.

Ich glaube, es kommt nur selten vor, dass man eine heiße Dusche so genießt wie gestern!

Danke an Anke, Ralf, Mathis, Anne, Petra, Bernd, Johannes, Sandra, Gerd, Ursula, Albert, Oliver, Tina, Marie, Evelin Michael und Bernd. Ihr habt das schlechte Wetter mit guter Laune bekämpft!

Grüße von Regine

20.07.2017

Auf zum Nebelhorn!

Bestimmt erinnern Sie sich, dass im letzten Jahr auf dem Nebelhorn-Gipfel eine große Baustelle war. Ein nigelnagelneues Gipfelrestaurant wurde gebaut und im Dezember eröffnet.

Ich hatte schon so viel Lob gehört - nun wollte ich es auch selbst einmal sehen und dafür wurde kurzerhand mein freier Mittwoch-Abend auf den Nachmittag verlegt. Zusammen mit meiner Schwester fuhr ich um kurz nach 14:00 Uhr mit der Nebelhornbahn alle 3 Sektionen nach oben. Ist morgens ein Riesen-Andrang, so waren wir um diese Zeit mit nur wenigen Bergfahrern unterwegs.

Bis zur Spitze (2.224 Meter) zu kommen, ist zwar ein wenig Umstand, dafür punktet das Nebelhorn mit mehreren Zwischenausstiegen und somit der Möglichkeit, überall mit den Wanderungen beginnen oder aufhören zu können.

Das Gipfelrestaurant ist wunderschön geworden, innen sind nicht so viele Sitzplätze, aber aussen gibt es auf 2 Ebenen Terrassen, und die Aussicht auf 400 Gipfel ist grandios. Mindestens genauso spektakulär ist der neue Nordwandsteig. Barrierefrei wird mit tollen Ausblicken ins Allgälu auf diesem Weg der Gipfel umrundet - das ist allerdings nichts für schwache Nerven. 700 Meter geht der Blick senkrecht nach unten!

An den Aussenanlagen wird noch gearbeitet, aber das Ergebnis ist auch jetzt schon total toll.

Als wir alles gebührend bestaunt hatten, fuhren wir mit der Bahn auf die Station Höfatsblick. Dort gibt es auch 2 einfache Wege und da wir noch genügend Zeit hatten, machten wir uns auf zum Zeigersattel mit herrlichem Blick zum Seealpsee. Mehrere Gleitschirmflieger hatten sich bereits wieder unter dem Restaurant zum Flug ins Tal bereit gemacht, aber inzwischen stieg ein Transporthubschrauber auf und brachte immer wieder neue Gelenkrollen an die Station. Also setzten sich die Flieger entspannt ins Gras und warteten auf helikopterfreie Flugbedingungen.

Hatten wir bei der Auffahrt überhaupt keine Wartezeiten, so sammelten sich inzwischen viele Leute zur Abfahrt. Wir stellten uns mit an und waren dann doch erstaunlich schnell nach einer Stunde schon unten in Oberstdorf. Es war ein toller Nachmittag und ich kehre bestimmt bald zum Nebelhorn zurück für eine ordentliche Wanderung.

Grüße von Ihrer Wanderfreundin Regine

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